Grün

Grün ist der Ausdruck des Frühlings und der Jugend. Die Natur entfaltet mit frischem, hellem Grün ihr Leben. Wie sehnen wir uns nach einem langen, kalten und nassen Winter nach den wärmenden Sonnenstrahlen, die das Leben in der Natur zum Spriessen bringen! Was für ein fröhlicher, ermutigender Anblick, wenn die ersten zarten Blatttriebe in einem Buchenwald sichtbar werden und das dunkle, kahle Braun des Holzes aufheitern!

Das saftige Grün der Wiesen – Sie können das nach dem Winter erwachende Leben förmlich riechen. „Grün ist die Hoffnung“ – ob dieser Spruch mit dem neuen Leben zusammenhängt?

Grün ist statisch. Es ruht in sich. Grün will keine Veränderung. Grün ist einfach. Hier können Sie ruhen. Hier können Sie sein.

Machen Sie einen Waldspaziergang und geniessen Sie diese göttlich ruhige Atmosphäre. Oder machen Sie eine Wanderung in den Bergen – wenn Sie über die saftigen Alpwiesen gehen und tief durchatmen, können Sie mit sich und der Welt Frieden schliessen. Kein Wunder, dass man dort jauchzen möchte aus lauter Freude und Fröhlichkeit.

Das Grün hat aber auch andere Seiten – je dunkler und brauner es wird, desto ernster wird es auch. Oder stellen Sie sich ein schwefliges Gelb mit einem leichten giftig-grünen Nebenton vor. Dann haben Sie etwas, von dem der Maler Kandinski einmal sagte, das sei wie irres Gelächter.

Bleiben wir bei den positiven Seiten des wundervollen, lebensbejahenden Grüns. Legen Sie sich in die Wiese und träumen Sie.